Freiwillige Betriebsfeuerwehr Neuman Marktl

Im Jahr 1882 wurde die Betriebsfeuerwehr auf dem Hüttenplatz der Firma Fried. v. Neuman gegründet. Unter den 70 anwesenden Arbeitern befand sich auch Ing. Victor von Neuman, welcher der erste Kommandant der Wehr wurde.

1896 wurde Dipl.-Ing. Rudolf Gerstenberger neuer Kommandant und später auch Bezirksfeuerwehrkommandant.

1900 wurde die dringend benötigte „Spritze“, ein Hydrophor, angeschafft. Durch einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 1937 umfasst das Einsatzgebiet der BTF Neuman Marktl nicht nur das gesamte Werksgelände, sondern auch den Ortsschutz für die Katastralgemeinde Marktl.

Für die damalige Zeit revolutionär wurde 1911 der Entschluss gefasst, jährlich 3 Übungen abzuhalten. Ludwig Heinisch wurde 1938 neuer Kommandant der Wehr.

Die Hauptkampflinie am Ende des Zeiten Weltkrieges 1945 verlief quer durch das Werksgelände, ein Artillerietreffer zerstörte auch das Gerätehaus. Alle Geräte waren dadurch unbrauchbar. Am 17. November 1945 wurde die erste Versammlung nach dem Krieg abgehalten und Johann Jandl zum Kommandanten gewählt.

Der Wiederaufbau und die Ausbildung nach dem Krieg wurde mit dem Sieg bei den Landesfeuerwehrwettkämpfen 1955 in St. Pölten belohnt.

Mit dem Ankauf von zwei Stück Pressluftatmern, Fabrikat AGA, zählte man im Jahr 1962 zu den ersten Wehren im Bezirk die Atemschutzausrüstung einsetzten.

In den Sechziger- und Siebzigerjahren gab es 4 größere Brände bei der Rolltrocknungsanlage der Hermaltex, einer führte auch zu schweren Schäden am Dachstuhl. Der schwerste Brand war am 28. April 1977, dabei kämpften 121 Feuerwehrmänner von 11 Wehren vergeblich gegen die Katastrophe, welche durch Schweißarbeiten ausgelöst wurde. Der Brandschaden wurde als der drittgrößte Schaden in Niederösterreich eingestuft.

Anfang der Achtzigerjahre erfolgte die Übernahme der Firma Neuman durch die Familie Grupp. Ing. Johann Winkler wurde zum neuen Kommandanten gewählt.

Am 5. August 1985 brannte es in der Generatorenhalle „Petzhold“, 4 Wehren bekämpften den Vollbrand in der Lagerhalle.

Im April 1994 wurde ein TLF 2000, Steyr 590 in den Dienst gestellt. Im selben Jahr wurde auch ein hydraulisches Kombi-Rettungsgerät mit Teleskopstempel angekauft.

2. Mai 1995: Brand in der Halle 7 des Butzenwerkes der Firma Fried von Neuman. Sieben eingesetzte Wehren kämpfen gegen den Brand, der auch starke Schäden an der Hallenkonstruktion hinterließ.

„Land unter“ hieß es am 7. und 8. Juli 1997. Das Traisental wurde von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Das gesamte Werksgelände wurde von den Wassermassen verwüstet.

Ein Brand mit unvorstellbarer Intensität vernichtete am 1. April 2003 einen Betriebsteil des Butzenwerkes zur Gänze und zerstört angrenzende Teile des Strangpresswerks sowie die Bandgießanlage. Die Rauchsäule dieses Feuers war bis St. Pölten sichtbar. Insgesamt waren 24 Feuerwehren mit 367 Mann im Einsatz.

Im November 2004 wurde die erste Wärmebildkamera des Bezirks, Fabrikat MSA Auer Evolution 5000, in den Dienst gestellt.

Ein Jahr später wurde das neue Tanklöschfahrzeug Mercedes Benz 14/28, TLF 2000/200 von der Firma Seiwald angekauft.

Im Jahr 2006 wurde der amtierende Kommandant Johann Weiß von der Mannschaft gewählt.

Beim NÖ Landeswasserdienstleistungsbewerb 2014 konnte die Zillenbesatzung Stefanie Rotheneder und Nina Ebner den Sieg erringen. 2017 holte Stefanie Rotheneder den Landessieg im Einer.

Nach dem einjährigen Bau konnte im April 2017 das neue Feuerwehrhaus feierlich eröffnet werden. Ein Jahr später bei der Florianifeier wurden das neue KDOA und das HLF1-VF in Dienst gestellt.

Derzeit beträgt der Mitgliederstand 41 Aktive und 5 Reservisten.

Kommandant: Hauptbrandinspektor Johann Weiß

Kommandantstellvertreter: Brandinspektor Nina Ebner

Leiter des Verwaltungsdienstes: Verwalter Ronald Wurm